was gibt es hier zu lesen:

  • Lohnt es überhaupt Gemüse zu essen in unsere zeit
  • Ist da mehr Mineralien und Vitamine in nicht Pestizide behandelte Gemüse
  • Wie so fehlen die Mineralien und Vitamine in unserem Gemüse.
  • Wie koche ich meine Gemüse oder ist das ein no go

 

Die Pharmaindustrie, Ärzte und populären Medien sagen ja oft das man den täglichen Bedarf an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen durch die Nahrung bekommt.

Das war vielleicht in den 60er Jahren der Fall, wo Gemüse und Obst noch ihren normalen Gehalt an Nährstoffen hatten.

In den 80er Jahren ging es dann mit den modernen Krankheiten richtig los, dazu kommen natürlich auch die Fertigprodukte und vegetarischen Öle.

Dies konnte in einer große Studie des Schwarzwald Sanatoriums unter den Chefärzten Hermann Geesing und Karl Pflugbeil eindrucksvoll gezeigt werden.

Die Idee der Untersuchung war es, aufzuzeigen, ob und wie sich der Gehalt an Vitaminen in den verschiedensten Nahrungsmitteln innerhalb von 20 Jahren verändern kann.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass der Vitamingehalt in den unterschiedlichsten Obstsorten, egal ob heimische Produkte oder exotische Früchte, um bis zu  80% zurückgegangen ist.

Vergleich zwischen einer 1985 erstellten Studie und den 1996 in einem Lebensmittellabor ermittelten Werten in Obst und Gemüse

Mineralien + Vitamine
in mg je 100 g
untersuchte Inhaltsstoffe

Ergebnis
1985

Ergebnis
1996
Differenz
BrokkoliCalcium
Folsäure
Magnesium
103
47
24
33
23
18
Minus 68%
Minus 52%
Minus 25%
BohnenCalcium
Folsäure
Magnesium
Vitamin B 6
56
39
26
140
34
34
22
55
Minus 38%
Minus 12%
Minus 15%
Minus 61%
KartoffelnCalcium
Magnesium
14
27
4
18
Minus 70%
Minus 33%
MöhrenCalcium
Magnesium
37
21
31
09
Minus 17%
Minus 57%
SpinatMagnesium
Vitamin C
62
51
19
21
Minus 68%
Minus 58%
ApfelVitamin C51Minus 80%
BananeCalcium
Folsäure
Magnesium
Vitamin B 6
Kalium
8
23
31
330
420
7
3
27
22
327
Minus 12%
Minus 84%
Minus 13%
Minus 92%
Minus 24%
ErdbeerenCalcium
Vitamin C
21
60
18
13
Minus 14%
Minus 67%

 

Quelle: 1985 Pharmakonzern Geigy. 1996 Lebensmittellabor Karlsruhe/Sanatorium

Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine Studie 2004 von der Uni Hamburg. Allein beim Apfel sind im 10-Jahresvergleich 87% der wichtigsten Mineralien weniger vorhanden.

Noch schlimmer ist es beim Vitamin C, da sind es ganze 96%. Wir haben auch in der Bevölkerung ein großes Defizit an Vitamin C. Ähnlich sieht es mit der Tomate aus: Kupfer -65%, Eisen – 6%, Vitamin C ca. -50%.

Verantwortlich für diese Entwicklung sind:

  • Turbowachstum beim Anbau
  • Jede Menge Düngung mit NPK, die lediglich der Steigerung der Ertragsmenge dient. Zu viel Stickstoff reduziert den Gehalt an Vitamin C
  • Verarmung der Ackerböden an Mineralstoffen
  • Erhöhte Biomasse bei gleichzeitiger Reduzierung der Wasseraufnahme aus dem Erdreich
  • Viel zu frühe Ernten, speziell bei Import-Produkten
  •  Obst und Gemüse werden in den seltensten Fällen ausgereift geerntet
  • Zu lange Transportwege und falsche Lagerung

 

Enthalten Bio-Produkte mehr Vitamine und Mineralstoffe?
Laut einer Studie des Ludwig-Boltzmann-Instituts in Wien liegt der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen bei Bio-Obst und -Gemüse 10 bis 50 Prozent höher als bei konventionell angebautem Obst und Gemüse.

Außerdem liefern Öko-Produkte demnach mehr Mineralstoffe und Spurenelemente als konventionell gezogene und ihr Vitamin-C-Gehalt ist durchschnittlich höher. Die Forscher haben dafür 175 internationale Studien ausgewertet.

Ursachen für den Nährstoffverlust

Gemüse hat unmittelbar nach der Ernte den höchsten Nährstoffgehalt. Wenn sie direkt nach der Ernte konserviert oder gefroren werden, bleibt ein Großteil ihres Nährstoffgehalts erhalten.

Wenn man Gemüse zu viel Hitze, Licht oder Luft aussetzt, kann man ihm die Nährstoffe entziehen.

Darüber hinaus sollten Sie vermeiden, Gemüse übermäßig zu kochen. Wenn Sie Ihr Gemüse kochen wollen, ist das Dämpfen eine gute Wahl.

Um die Nährstoffe im Gemüse zu erhalten, sollten Sie sie so lange kochen, bis sie zart, aber dennoch fest sind.

Wenn es ums Kochen geht, gibt es jedoch mehrere Bedenken.

Einweichendes Gemüse kann ihnen die Nährstoffe entziehen, da sich viele der im Gemüse enthaltenen Mineralien und Vitamine im Wasser auflösen.

Darüber hinaus kann die durch das kochende Wasser verursachte Unruhe dazu führen, dass das Gemüse zerfällt und die Nährstoffe verdunsten.

Wenn du dein Gemüse kochen musst.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihr Gemüse zu kochen, empfiehlt es sich, gerade genug Wasser zu verwenden, um ein Verbrennen der Pfanne zu verhindern.

Das Gemüse auf möglichst niedrigem Temperaturniveau köcheln lassen.

Wenn Sie das Gemüse zubereiten, schneiden Sie es kurz vor dem Kochen, um es bei Lufteinwirkung zu reduzieren, oder noch besser, garen Sie es ganz, damit weniger Platz auf der Oberfläche bleibt, der dem Wasser, Licht und der Hitze ausgesetzt ist.

Zuerst das Wasser kochen lassen und dann das Gemüse hinzufügen, um die Einweichzeit zu verkürzen.

Der Verzehr von Gemüse in seinem natürlichen Rohzustand liefert dem Körper die höchste Menge an Ballaststoffen.

 

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